Lichtpausverfahren: Identifizierung und Konservierung

Referentin: Hildegard Homburger

Kurssprache: Deutsch

Teilnehmerzahl: 8

Nächster Termin: Berlin, 4.-5. November 2019

Anmeldung: hombu@freenet.de

Kursinhalt:

Als Lichtpausen bezeichnet man Kopien, die basierend auf der Wirkung des Lichtes und ohne den Einsatz eines fotografischen Apparates hergestellt werden.

Bei dieser Technik, mit der größengleiche Abbilder von technischen Zeichnungen hergestellt werden, erfolgt die Übertragung des Bildes durch Licht von einer transparenten Vorlage auf eine Kopierschicht des neuen Trägers, meist Papier. Diese Kopierschichten bestehen aus chemischen Lösungen, die je nach Verfahren verschiedene lichtempfindliche chemische Komponenten enthalten.

Lichtpausverfahren waren bis zur Einführung des Computers und der digitalen Druckverfahren das gängige Mittel Architekturzeichnungen zu kopieren. Sie finden sich sowohl in Sammlungen, die Architekturpläne beinhalten, als auch in Kunstsammlungen.

Die chemische Zusammensetzung der lichtempfindlichen Komponenten der Papiere und die daraus resultierende Empfindlichkeit gegenüber den klimatischen Bedingungen der Umgebung und gegenüber dem Licht erfordert eine erhöhte Aufmerksamkeit und Betreuung bei der Lagerung und in Ausstellungen.

In diesem zweitägigen Seminar werden die gängigsten Lichtpausverfahren vorgestellt, ihre Herstellungsprozesse erläutert und ihre Erkennungsmerkmale herausgearbeitet.

Im Praktischen Teil werden mit Hilfe von Originalpausen und Stereomikroskopen die Identifizierung und Unterscheidung der einzelnen Pausverfahren geübt.

In einem gesonderten Teil wird auf die besonderen Anforderungen bei der Konservierung (Bearbeitung, Ausstellung und Lagerung) der verschiedenen Kopien eingegangen.

Kursgebühr 290,- € IADA-Mitglieder

335,- €